Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU ST) setzt gl-forest, die Fachanwendung von ARC-GREENLAB für Forsteinrichtung und Biotopkartierung, produktiv für die Erfassung und Verwaltung von Biotopkartierungsdaten ein. Im Zuge der Einführung entstand der Bedarf, erfasste Daten strukturiert und interoperabel für die Weiterverarbeitung in gängigen GIS-Umgebungen bereitzustellen.
Aufgabenstellung
Der Kunde benötigte eine neue Exportfunktion innerhalb von gl-forest, mit der alle relevanten Daten einer Biotopkartierung, wie Flächen, Linien und Punkte sowie zugehörige Sachdaten wie Arten- und Vegetationsdaten, in einem standardisierten Dateiformat exportiert werden können. Als Format fiel die Wahl auf GeoPackage das in gängigen GIS-Anwendungen vollständig unterstützt wird.
Die Funktion ermöglicht es, entweder einzelne, gezielt ausgewählte Datensätze oder ein vollständiges Untersuchungsgebiet zu exportieren. Das resultierende GeoPackage enthält dabei nicht nur die Geometriedaten, sondern auch die verknüpften Sachdaten. Diese sind über eine gemeinsame ID verknüpft, sodass im GIS sämtliche Biotopdaten und Artendaten eines Objekts lückenlos nachvollzogen werden können.
Technische Umsetzung
Ein besonderes Merkmal der Lösung ist die asynchrone Hintergrundverarbeitung: Da die Erstellung eines vollständigen GeoPackage-Exports je nach Datenmenge mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann, wird der Prozess serverseitig im Hintergrund ausgeführt. Dadurch wird die kontinuierliche Nutzungsfähigkeit von gl-forest nicht beeinträchtigt und der Server geschont.
In der Konfiguration von gl-forest lässt sich ein fester Zeitplan für die Erstellung definieren, beispielsweise eine nächtliche Generierung um 22 Uhr. Sobald das GeoPackage fertiggestellt ist, erhalten die entsprechenden Mitarbeitenden automatisch eine E-Mail mit einem Download-Link. Sie können das Datenpaket anschließend herunterladen und in der GIS-Umgebung weiterverarbeiten.

Projektverlauf
Das Vorhaben war Teil eines umfassenderen Entwicklungsprojekts mit einer Gesamtlaufzeit von etwa drei bis vier Monaten, wobei die Implementierung der Exportfunktion selbst in rund zwei Wochen realisiert wurde. Die wesentliche Herausforderung bestand darin, sich in die neue Technologie der asynchronen Hintergrundverarbeitung einzuarbeiten sowie mit dem Kunden abzustimmen, welche Daten konkret im Export enthalten sein sollen.
