Die Feuerwehr Hamburg setzt im Bereich Kampfmittelbeseitigung seit Jahrzehnten auf eine umfangreiche Sammlung von Luftbildern - insbesondere aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Bei der Überprüfung neuer Flächen werden diese historischen Luftaufnahmen gezielt eingesetzt, um potenzielle Gefahrenstellen zu identifizieren.

Seit Januar 2014 ist die Softwarelösung KAI (Kampfmittelflächenkataster- und Antragsverwaltungs-Informationssystem) bei der Feuerwehr Hamburg im produktiven Einsatz. Sie unterstützt die Antragsbearbeitung im Rahmen der Gefahrenerkundung für Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg. Das auf ArcGIS-Technologie basierende System verbindet Geodaten und Sachdaten zu einer zentralen, serverbasierten Anwendung und stellt sicher, dass alle am Prozess beteiligten Akteure gemeinsam und auf Basis eines einheitlichen Datenbestands arbeiten können.

Um die Datenbank und den Arbeitsprozess weiter zu verbessern, hat ARC-GREENLAB ein umfangreiches ArcGIS Pro Add-In zur Bilderinterpretation entwickelt. Es handelt sich dabei um einen umfassenden Relaunch einer bereits seit 2010 eingesetzten Anwendung, die fester Bestandteil des Workflows der Feuerwehr Hamburg ist.
Das neue Tool unterstützt die Anwender dabei, die passenden Luftbilder für den jeweiligen Bereich schnell zu finden, übersichtlich darzustellen und die Ergebnisse der Prüfung transparent zu dokumentieren.

Nach Abschluss der Bearbeitung kann ein PDF-Bericht generiert werden, der alle bearbeiteten Bilder sowie die individuellen Anmerkungen zusammenfasst. Dies ist ein wichtiger Schritt zu noch mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und für eine effiziente Zusammenarbeit.